goodbye office

Heute ist der letzte Arbeitstag im alten Bürogebäude. Wenn ich aus meinem Urlaub wiederkomme, geht es schon ins neue Büro. Nach neun Monaten hier setzt sich mein persönliches Hab und Gut auf dem Schreibtisch aus seltsamen Gegenständen zusammen sowie einem Haufen Post-ITs. Letztere sind ein Quell immerwährender Gedächtnisstütze und Überraschung, weil ich mir partout nicht merken kann, was darauf steht. Sie ziehen auf jeden Fall mit um. Ebenso wie die böse K…(die Baumfrucht, deren Name in Farmerama-Kreisen nicht mehr genannt werden darf), mein Buchstabenwürfel, der wie durch ein Wunder als Einziger seiner Art überlebt hat und der Stein mit der Muschel, von dem ich überhaupt nicht weiß, woher der kommt.
Auf in den Urlaub…und auf vielleicht einlich ein bißchen Zeit haben, mal wieder zu schreiben 🙂

Sachen, die man einfach lassen sollte

– Vor der Arbeit/ vor dem Ausgehen noch schnell die Fingernägel lackieren. Ist vermeintlich einfach, aber dann musst Du Doch noch nen Gürtel anziehen, das Fenster zumachen, die Haare hochstecken. Und schon hast Du schönste Rillenmuster und endest nach Verbrauch von zehn Litern Nagellackentferner, weil die Zeit dann drängt, kratzendem Hals und Scheißlaune im Büro. Einfach. Lassen.

– Freundschaften als Dreiergrüppchen – vor allem bei Frauen. Klingt ebenso vermeintlich einfach, klappt aber in der Praxis seit der Grundschule nie. Da kann die eine mal nicht und zwei treffen sich zum Kaffee, schon gibt es Tränchen und Eifersucht. Am besten nur zu dritt treffen, wobei sich auch immer nur zwei einig sind. Am besten eine vierte ins Boot holen. Oder. Einfach. Lassen.

– sich in den besten Freund verlieben. Es geht fast nie gut. Einer will immer mehr als der andere. Herzschmerz, Vorwürfe, Kontaktpause. Im besten Fall: Besten Freund plus Sex gewonnen. Im schlechtesten (und weitaus wahrscheinlicheren) Fall: Eine gute Freundschaft zerstört, die für immer einen miesen, traurigen Nachgeschmack haben wird, statt schöne gemeinsame Erinnerungen.

– offene Schuhe und Jacken ohne Kapuze kaufen – Du lebst jetzt in Hamburg, Mädchen!!

– “Café del mar”-Playlist hören, während man im Büro sitzt, der nächste Sommerurlaub noch mindestens ein Jahr entfernt ist und es in Hamburg langsam auf den Herbst zugeht 🙁

to be continued…

no longer there

Schönes Video und ein schöner Text von “The Cat Empire”, die ich nicht nur ihres Namens wegen gerne höre.
Wenn die Sonne draußen scheint, ist es die richtige Musik: Heiter (im Klang) bis wolkig (in den Texten).

“What would you leave behind when you’re no longer there?”

Muttertag

…und Du bist seit 10 Jahren zum Muttertag nicht da, damit wir Dir für all das danken könnten, was Du für uns getan hast.
Was Du uns beigebracht hast oder verschwiegen, erduldet oder erkämpft und aus Liebe zu Deiner Familie getan hast.
Für all das was wir heute sind, weil wir Deine Erziehung und Deine unendliche Liebe erfahren durften.
Danke, Mama!

“Wenn ich auch tausend Lieder vom Vermissen schreib,
heisst das noch nicht das ich versteh,warum dieses Gefühl für immer bleibt.
Jupiter Jones, Still

Auge um Auge?

Angesichts der aktuellen Medienberichte um die Ermordung von Osama bin Laden, stellen sich mir viele Fragen. Da dies hier aber auf keinen Fall ein Blog mit pseudo-politischen Diskussionsansätzen werden soll, an dieser Stelle nur ein Zitat eines klugen Mannes dazu. Danke an Marijke, dass Du es mit uns bei facebook geteilt hast, sonst hätte es heute nicht meinen Tag erhellen können.

“I mourn the loss of thousands of precious lives, but I will not rejoice in the death of one, not even an enemy.
Returning hate for hate multiplies hate, adding deeper darkness to a night already devoid of stars.
Darkness cannot drive out darkness: Only light can do that.
Hate cannot drive out hate: Only love can do that.”

Martin Luther King

finden und loslassen

Normalerweise ist es doch so: Wir disneygeschädigten unserer Generation rennen durchs Leben, die Schule, das Studium, hin zum hoffentlich gut bezahlten Job, der uns ein Eigenheim ermöglicht und stellen uns dann die Frage, warum wir den Partner, der dort mit uns wohnen soll, nebenbei eigentlich noch gar nicht gefunden haben.
Auf der Ebene zwischenmenschlicher Beziehungen gab es zwar Begegnungen und Küsse, vielleicht ein paar gemeinsame Jahre. Früher oder später war es so, dass es Dich oder ihn oder sie weiter zog, denn das eigene Leben ging einen anderen Weg. Hatte andere Träume, pulsierte in einem anderen Rhythmus als das Deines Partners. Und dann? Gab es meist Streit. Kämpfe, Diskussionen, nächtliche Anrufe oder später dann SMS-Bomben. Warum es denn so kommen musste. Warum er oder sie Dich nicht so lieben kann wie Du bist. Und heute? Heute triffst Du auf einmal Menschen die, ähnlich wie Du, schon so einige Grabenkämpfe hinter sich haben.
Vielleicht begegnest Du dem einen Menschen. Dessen Leben sich in die gleiche Richtung bewegt, der zur gleichen traurigen Musik tanzt, die gleichen Träume hat. Der seine Kinder so nennen will wie Du und sie genauso groß ziehen würde, wie Du es vor hast. Der an jemand anderen gebunden ist oder der an einer alten Liebe hängt. Und dann?
Wirst Du beginnen mit nächtlichen Anrufen? Wirst Du SMS schreiben und heulen, weil es keine Antwort für Dich gibt? Wirst Du kämpfen, Dich in eine Person verwandeln, die Du selbst nicht leiden kannst, die anstrengend, eifersüchtig und furchtbar rachsüchtig ist?
Oder wirst Du diesen besonderen Menschen ziehen lassen, der Dein Herz berührt? Weil Du weißt, dass er den Rhythmus seines Herzens noch nicht entdeckt hat. Lass los, wenn Du liebst, hat meine Mutter immer gesagt, wenn Du jemanden wirklich liebst, steh seinem Glück nicht im Wege. Jeder muss es für sich alleine entdecken. Finde. Und wenn es sein muss, lass los.

Ostern 2011

Kölle im April, wunderschönes Wetter. Osterwochenende im T-Shirt. Sonne, Garten, Flieder, ein paar Kölsch und Wiedersehen mit Freunden, die ich lange nicht gesehen hatte. Schöööön!