Wolkentage

Bedenkst Du eigentlich auch hin und wieder, wie es Deinem Gegenüber gerade geht? Oder dreht sich in Deinem Leben alles um Dich.
Dein Job, Dein Auto, Deine Wohnung.
Sobald irgendein Teil Deines Lebensfundaments kurz mal nicht von der Sonne beleuchtet wird, ziehen die Wolken auch über Dein Gemüt.

Bin ich inzwischen zu krisenerprobt?
Nehme ich solche Veränderungen einfach zu persönlich?

Ich habe es mir zum Ziel gesetzt, mich auch an Wolkentagen um die Menschen zu kümmern, die mir lieb sind.
Mich, wenn ich schnell ein Ziel erreichen will, wenigstens umzuschauen, ob bei meinem kurz eingelegten Sprint vielleicht jemand nicht mitgekommen ist.
Du bist anders. Du und Deine Wolkentage, Ihr wollt alleine sein, verschwindet einfach.
Keine Notiz “bin bald wieder da”, kein Abschiedskuss. Einfach losgerannt ohne sich umzuschauen.

Ich sitze im Schatten meines Baumes und warte, rede meiner Seele gut zu…
Aber es hilft nicht viel.
Die Traurigkeit darüber, dass Du mich abgehängt hast, wiegt schwerer als mein Können im Umgang mit meiner Gefühlswaage.
Und aus den grauen Wolken beginnt es zu regnen.