Wenigstens

Wenigstens bin ich keine Frau in meinem Alter, die gerade feststellt, dass der Mann, mit dem sie zwei kleine Kinder hat, außerehelichen Aktivitäten nach geht. Wenigstens bin ich nicht das kleine Mädchen, dessen Hund an Krebs erkrankt ist und jeden Tag, während sie in der Schule ist, vielleicht sterben könnte. Wenigstens bin ich niemand, der gerade verlassen wurde und nicht weiß, ob das Loch im Herzen jemals heilen, das Vertrauen in andere Menschen wiederkommen wird. Wenigstens habe ich wame Kleidung diesen Winter, einen Beruf, der mich ernährt, Menschen, zu denen ich gehen kann. Aber auch sie bleibt sie an meiner Seite, die dunkle Schwester, deren Flüstern nie aufhört. Die kein Glück zulassen will, keinen Stolz aufkommen. Sie ist beständiger Teil meines Lebens, wie Regen oder Wind. Ich habe mich damit abgefunden, dass sie gekommen ist um mir das Leben unnötig schwer zu machen. Nur die anderen Leute leider nicht, weil sie sich vor denen gut versteckt.