Community Manager Appreciation Day 2013

Community Manager Appreciation Day (#CMAD) ist also heute – hm hm…Da gehe ich der Sache doch mal für mich auf den Grund. Das es einen “Appreciation Day” für eine Berufsgruppe gibt, finde ich eigentlich irgendwie traurig. Ich selbst habe mich inzwischen daran gewöhnt, dass die Leute erst “cool” und dann “und was macht man da so?” antworten. Dass einem die Kollegen und Arbeitgeber gerne mal, wie in diesem Artikel so passend beschrieben “irgendwas mit Forenmoderation” andichten oder, wie z.B. in meiner Firma, uns für immer “Supporter” nennen werden. Andere, wie mein Papa, gehen mit der Zeit und schicken einem ab und an Stellenangebote für Social Media Manager. Schließlich “machst Du doch auch was mit facebook”.
Ja, irgendwie mache ich auch das. Auch ein bisschen YouTube, twitter, Google+, Pinterest, Blogs und was es noch so alles gibt – je nach dem wo die Community Deines Produkts sich eben tummelt, wo sie sich zusammentun, reden, Fragen stellen, Ideen austauschen und auch mal meckern wollen. Da, wo Du Dich mit ihnen triffst. Community Management ist ein bißchen so wie die Küche auf einer Party – und Du bist der Gastgeber.
Stile gibt es viele: Manche Gastgeber halten die Unterhaltung für ihre Stärke, packen Flaschendrehen und Tischfeuerwerk aus und tanzen zu später Stunde selbst auf dem Tisch (respektive vor der Kamera für einen Podcast). Der Nächste bringt einfach die richtigen Leute zusammen, sorgt im Stillen für Nachschub an kühlen Getränken und lauscht den Unterhaltungen seiner Gäste. Wer zu tief ins Bowleglas schaut oder anfängt rumzupöbeln wird von Dir, wenn alle Diplomatie nichts mehr nützt, auch mal ins Taxi gesetzt. Das wichtigste für jede gute Party bleibt die richtige Mischung aus allem – und das Gemeinschaftsgefühl.
Vor Kurzem gab es in Hamburg eine tolle Kampagne für mehr männliche Erzieher in Kitas – ich finde, viele dieser Eigenschaften muss man auch als CM in sich vereinen:

Sei alles - werde CM? (foto: vielfalt-mann.de)

Sei alles – werde CM? (foto: vielfalt-mann.de)

Es ist also eigentlich gar nicht so schlecht, dass es einen Tag gibt, der auf uns CMs und unsere Arbeit aufmerksam macht. So wie NABU-Aktivisten auf eine seltene Art von Waldameisen hinweisen, die ungeheuer fleißig sind und mehr wuppen können als sie wiegen – aber irgendwie auch stets unbemerkt bleiben.
Also, seid lieb zu Euren CMs, auch wenn Ihr manchmal nichts davon mitbekommt, was sie eigentlich tun. Wenn Ihr mal einen CM einen Tag lang begleitet möchtet, nur zu – ich rate allerdings zu Laufschuhen, dickem Fell, Ohrenstöpseln, Baldrian und viel, viel Kaffee 😉
Und liebe CMs – Ihr wisst genau, warum Ihr die richtigen für diesen Job seid und was Euch für die Tätigkeit einer eierlegenden Wollmilchsau qualifiziert.
Lasst Euch von Eurem Team heute mal so richtig worshippen oder genießt einfach wie jeden Tag das Gefühl, alles gleichzeitig zu organisieren, eine gute Party zu schmeißen, dem Team zuzuarbeiten, mit Menschen zu tun zu haben, eine spannende Diskussion zu moderieren und am Ende unser Wohnzimmer wieder picobello aufgeräumt zu haben. Morgen ist dann wieder Community Appreciation Day – wie jeden Tag. Keep the party going!