And I love you so

Ich weiß nicht, ob der Komponist dieses Liedes selbst an Depressionen gelitten hat – leider habe ich über Don McLean nicht allzu viel Material finden können.
Dennoch, finde ich, dass diese Zeile aus „And I love you so“ dazu passt. Wunderschöner, leicht melancholischer Song im Übrigen, über die Liebe, die das Einzige ist, was von uns übrig bleibt, wenn sich das Buch des Lebens schließt.
Ein Glaube, den ich mit ihm gemeinsam habe…

And yes I know how loveless life can be
The shadows follow me
And the night won’t set me free
But I don’t let the evening get me down
Now that you’re around me

7 Wochen ohne- in 2013

In diesem Jahr versuche ich mich wieder an einer Fastenzeit-Aktion. Vom 13. Februar (also Aschermittwoch) bis zum 31. März läuft die Aktion der evangelischen Kirchen, „7 Wochen ohne“. Für mich in diesem Jahr der Anlass, noch einmal den Versuch zu unternehmen, mich ganz vegan zu ernähren. Fasten bei uns muss zwar nicht zwangsläufig heißen, dass man auf Essen verzichtet. Man könnte z.B. auch 7 Wochen aufs Fernsehen verzichten, auf facebook oder aufs Autofahren. Der Sinn dahinter ist, auf etwas zu verzichten, was man sonst alltäglich hat, sich bewusst zu machen, wie sich Verzicht anfühlt und wie man dieses „Fehlen“ auch anders füllen kann.

Für mich ist dieser abgesteckte Zeitraum einfach wie ein Testballon, eine Wette mit mir selbst. Die Fastenzeit einzuhalten ist für mich wichtig, darum werde ich diese Wochen durchhalten und kann beobachten, welche Wirkung das auf mich und meinen Körper haben wird.

Warum Veganer werden? Nun, ich bin nun in meinem zwanzigsten Jahr Vegetarier, esse aber immer noch Milchprodukte, Eier und hin und wieder Fisch – und halte es selbst für unsinnig. Alles, was an tierischen Produkten in riesigen Mengen produziert wird, damit wir Menschen es immer und jederzeit konsumieren können, verursacht Tierleid. Ja, die Kuh muss nicht gleich sterben, aber gut hat sie es ganz bestimmt nicht (außerdem ist die Milch für ihre Babys da), ebenso wenig die Batteriehennen, die unsere Ostereier legen. Ich muss auch nicht zu PETA verlinken (tue es aber trotzdem 😉 ) , um das zu belegen – ich kann mir die Videos dort nicht einmal anschauen…also warum sollte ich diese Produkte dann eigentlich noch kaufen und damit die Massentierhaltung unterstützen? Warum esse ich denn immer noch Milchprodukte? Ich glaube, es ist einfach nur bequemer, billiger und man muss nicht bei der Familie diskutieren, warum man auf einmal etwas nicht mehr mag. Letzteres wird wohl das größte Problem sein. Meinem Papa zu erklären, dass ich bisher seinen vorzüglichen Kartoffelsalat (mit Ei! und natürlich mit Mayo!) nicht mehr essen mag – das wird schwer. Am schlimmsten wird aber der Verzicht auf eine leckere Pizza, wenn man mal abends keine Lust hat, selbst zu kochen und auf Joghurt – denn wie ich aus meinem letzten Versuch, vegan zu essen noch weiß: Sojajoghurts schmecken sch…

Noch am Aschermittwoch habe den Anfang gemacht und einige Milchersatz-Produkte eingekauft. Mal sehen, was die so können. Außerdem Brotaufstriche (kein Käääääse mehr, oh weia!) und natürlich viel Gemüse. Auf Fleischersatz stehe ich nicht so – ich habe seit 20 Jahren keine Würstchen gegessen, warum sollte ich unbedingt etwas in Wurstform essen wollen? Dazu noch ein Kochbuch mit veganen Rezepten – vor allem geht es mir hier darum, wie man z.B. einen Ersatz für Mayo oder einen Ei-Ersatz beim Backen hin bekommt.

Werden wir dann mal sehen, wie es läuft und was sich verändert. Und wer noch ein paar Argumente braucht, der lese mal „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer – wer dann noch guten Gewissens in ein Schinkenbrot beißen kann, der ist eh nicht mehr zu retten! Wie sagte schon Sir Paul McCartney so schön: „“Wenn Schlachthöfe Glaswände hätten, dann wären wir alle Vegetarier.“

Karneval 2013

Was soll ich Euch sagen? Karneval in diesem Jahr war anstrengend! Eine Woche Kölle wurde komplett genutzt und ging einfach viel zu schnell vorbei. Alle Achtung vor meiner Maus J., die wirklich JEDEN Tag mitgenommen und durchgefeiert hat. Sessionshit war natürlich „Et jitt kei wood“, weils auch wirklich schön ist und den kölschen Heimatverbundenheits-Nerv voll trifft.
Ein paar neue Erkenntnisse habe ich dieses Jahr mitgenommen, zum Beispiel die
– dass Jungs aus Düsseldorf (naja, Ratingen) auch gut ziemlich feiern können,
– dass man mir besser kein Falafelbrötchen gibt, wenn der Tisch sauber bleiben soll (Fotobeweise hiervon sind tunlichst zu vernichten!)
– dass ich ab sofort den Karnevalsdienstag mitnehmen werde, denn da geht noch richtig was,
– dass Schlampen im Karneval ein Gerücht sind und sich nicht als Stewardessen, Lara Croft oder Bauarbeiterinnen kostümieren (Danke, J.!)
– Und: immer wieder BumBumDanz!

Für Euch alle, die mitgefeiert haben, hier ein Auszug aus meinem Lieblingsohrwurm:

Jo jo jo, mer sin immer noch do do do
weil mer su schnell nit kapodd geiht
un weil de Sonn immer widder opgeiht, singe mer
jo jo jo, mer sin immer noch do do do
drink met mir op dich un mich un e neu Johr
op dat, wat es, op dat, wat kütt,
un op dat, wat wor

(Kasalla, „Immer noch do“)

Ich freue mich schon jetzt auf’s nächste Jahr!