Liebes 2016,

eines muss ich Dir lassen: Du bist verdammt konsequent! Anscheinend hast Du Dir zum Ziel gesetzt, mich in diesem Jahr so richtig auseinander zu nehmen und zu testen, wie viel ich ab kann – und das ziehst Du gnadenlos bis zum Jahresende durch.
Ist auch ziemlich naiv von mir gewesen, dass ich mich nach der Trennung, der Jobsuche, dem Umzug, dem Scheidungstermin, Todesfall in der Familie, dem Neuanfang hier fast schon sicher gefühlt hatte. Als sei ich angekommen in meiner neuen Wirklichkeit und dürfe jetzt wieder anfangen, Spaß am Leben zu haben und mich sogar am Ende noch mit der Liebe zu versöhnen. Nix da! hast Du gesagt und mich mit der Kündigung zum Montagmorgen zurück auf die Bretter befördert. Guter Punch!
Dann humple ich halt jetzt meine Weihnachtspost wegbringen (denn ne Sportverletzung hast Du mir auch noch beschert, wie aufmerksam von Dir!) und dann zum Arbeitsamt.
Fröhliche Weihnachten, Du Arschloch-Jahr!

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