Wachstumsschmerz – Sarah Kuttner

Es gibt Bücher, die liest man und stellt sie in den Schrank zurück (oder schließt die App) und es gibt Bücher, die gibt man weiter. Bücher, die nachwirken und über die man noch sehr lange nachdenkt. Worte und ganze Passagen, die man zitiert und die damit außerhalb eines Buches wieder den Weg zurück ins Gedachte und ins Gesprochene finden.
Solche Bücher schreibt Sarah Kuttner – und ich hoffe, sie nimmt es mir nicht übel, dass ich sie hier zitiere (ich gelobe auch, nicht zu viel zu verraten).
„Mängelexemplar“ habe ich von einer Freundin geliehen bekommen, es verschlungen, mir selbst gekauft, verliehen, gekauft, verschenkt. Für mich ein unglaublich wichtiges Buch, da es das Einzige zum Thema Depressionen ist, das mir aus dem Herzen spricht. Frau Kuttner ist, anders als viele ihrer Kollegen, keine Möchtegern-Autorin, die sich mittels gekünstelter Jugendsprache in ihren Texten trendy und hip hervortun will. Sie ist echt und sie ist echt klug, wie mir scheint. „Mängelexemplar“ ist deswegen so gut, weil die Autorin es irgendwie geschafft hat , Gefühle und Gedanken einer depressiven jungen Seele völlig authentisch und unprätentiös zu Papier zu bringen. (Kleiner metatextueller Ausflug: Wahrscheinlich würde ich mich über die Verwendung des Wortes „unprätentiös“ in einer Buchrezension selbst furchtbar aufregen, aber es beschreibt ihren Stil so gut. Und ich mag das Wort. Also ist gut, selbstkritische Verena, setz dich wieder hin.)
Ein kleines Beispiel:

Es wurden Trilliarden Lieder über Kummer geschrieben, Hunderte davon habe ich gehört. Ich müsste es eigentlich besser wissen. Und dennoch liege ich wie gelähmt vor Schmerzen auf meinem Lenkrad und wundere mich über die Körperlichkeit meines Leids.(…) Ich möchte gar nichts mehr spüren jetzt. Ich möchte jetzt bitte ausgeschaltet werden.

Ich habe mich oft gefragt, ob Sarah Kuttner wohl meine Tagebücher gefunden hat und kam zu folgendem Faziz: Nein, es ist einfach nur die sehr gute Beobachtungsgabe einer Autorin meiner Altersklasse für Emotionen und die Gabe, diese unter Auslassung von Betroffenheitsperspektive und künstlicher Dramaturgie in Worte zu fassen.
Doch genug davon, eigentlich sollte es hier nämlich – gut, das hätte ich ja eingangs auch mal erwähnen können – um Frau Kuttners Roman „Wachstumsschmerz“ gehen, der im 2011 beim Fischer Verlag erschienen ist.
Dieses Buch werde ich wohl nicht mehr verleihen können, denn es hat schrecklich viele Eselsöhrchen abbekommen, als es mich Tag und Nacht und auf Reisen begleitet hat und unglaublich viele Stellen in dem Buch von mir gemerkt werden wollten.
Der Wachstumsschmerz gehört zu Luise, einer mitteljungen Frau meiner Generation, die mit ihrem festen Partner in die erste gemeinsame Wohnung zieht. Was beide miteinander verbindet, ist der Wunsch nach einer Lebensgemeinschaft, die Halt und Nestwärme gibt, während sich das Leben um einen herum langsam verändert. Denn inzwischen sind wir sind angekommen im Erwachsensein und was das bedeutet erklärt Luise ziemlich deutlich:

Und jetzt, zehn Jahre nach dieser Hysterie, bekommen wir den Kater, der uns zusteht. Wir haben mit jedem gevögelt, wir haben unsere billigen Turnschuhe zertanzt, die erschnorrten Drogen machen uns inzwischen Kopfschmerzen und das erste Auto kommt nicht mehr duch den TÜV. Und plötzlich merken wir, dass wir uns ja immer noch erst in der ersten Hälfte unseres Lebens befinden und noch fünfzig Jahre vor uns liegen, die gefüllt werden müssen, und gleichzeitig verstehen wir gar nicht, wie die Zeit so schnell vergehen konnte.

Die Zeit zu füllen, denkt man, ist gar nicht so schwer. Schließlich stehen wir in der Blüte unseres Lebens, arbeiten viel – aber was, wenn das nicht genügt?
Wenn am Ende des Geldes noch zu viel Monat übrig ist, um ganz unbeschwert sein zu können, wenn man auch eigentlich noch nach dem „mehr Sinn“ sucht.
Was will ich denn eigentlich mal werden, jetzt, wo ich groß bin?
Luise ist da wie ich, auch sie weiß es nicht wirklich.

Da draußen laufen eine Menge junger Menschen rum, die gesehen werden wollen, sich abheben wollen, vielleicht sogar etwas verändern wollen. Das viele von ihnen merkwürdig, wenn nicht sogar egozentrisch sind, will ich nicht abstreiten, aber die meisten von ihnen verfolgen einen Traum, sie brennen. Und das ist etwas, das ich bei dir nicht spüren kann.

Auch wenn Luise scherzt, sie könne ja immer noch mit einem neuen Hobby
durchstarten (ein Cupcake- und Mode-Blog – also echt!), das Erwachsensein und die Idee, sich beruflich vielleicht noch einmal neu zu orientieren, machen ihr eine Heidenangst.

Ich fühle mich doch heute schon dauernd so, als wäre ich ein Blender. Ein Zauberer, der immer kurz davor ist, beim Schummeln erwischt zu werden. Permanent befürchte ich, die Leute könnten merken, dass in meinem Zylinder gar kein Kaninchen und die Alte im Kasten gar keine Jungfrau ist. Weshalb wächst mein Geist nicht proportional zu meinem Alter, vor allem aber proportional zu meinen Lebensumständen?

Die Frage stelle ich mir so unglaublich oft! Vielleicht ist es ja tatsächlich ein generationsübergreifendes Phänomen, diese Überfordung und das unbestimmte Gefühl, seinem eigenen erwachsenen Dasein noch immer nicht ge-wachsen zu sein.
Auch Luise fragt sich, ob dies normal ist oder ob nicht die Lösung einfach darin liegt, sich kopfüber in das Wagnis zu stürzen, das ihre neue Lebensgemeinschaft mit Flo darstellt und einfach eine Familie zu werden. Und auch diese Beobachtung noch kinderloser Menschen trifft den Nagel auf den Kopf. Eine Familie, das wäre doch endlich ein legitimer Vollzeitjob, eine Erwachsenensache und auch irgendwie das kraftvolle Zuknallen noch offen stehender Türen:

Ist es nicht vernünftiger, meine immer weniger werdenden fruchtbaren Jahre zu nutzen und einfach demnächst ein Kind zu machen und zu hoffen, dass man es schon irgendwie gut leiden kann, wenn es erst mal da ist? Ich kenne nur wenig Menschen in meinem Alter, deren Kinder Wunschkinder sind. Aber geliebt werden sie alle wie Sau.

Leider ist es nun so mit Luise, dass sie, statt zu ergründen, warum sie sich als Hochstaplerin in ihrem eigenen Leben fühlt, alles zerredet, was vielleicht gar nicht so übel ist. Auch ihre Beziehung zu Flo leidet darunter. Fragen entstehen in Luise, die das Zusammenleben auf einmal unterträglich machen – obwohl eigentlich die Beiden doch sehr glücklich miteinander sind. Die Autorin bringt diese Veränderung in Luise so nachvollziehbar rüber, dass man als Leser beginnt, sich diese Fragen zu stellen. Es gibt keinen dramatischen Klimax als Auslöser, denn Flo macht nichts verkehrt, Luise ja auch nicht und die Liebe ist da…Luises Konflikt mit dem Zusammenwohnen schleicht sich leise in das Leben der beiden ein, eine schwierige schriftstellerische Technik, bei der man den Bezug zur Figur Luise dennoch dank solcher innerer Monologe als Leser nicht verliert:

Ich möchte kein Leben ohne Romantik. Auch nicht ohne Liebe. Ich bin sehr an einem schönen „für immer“ interessiert, ich verstehe nur nicht, woher man die Sicherheit für ein solches Versprechen nehmen kann. Würde man mich in der Kirche bitten, vor Gott zu versprechen, die Person vor mir zu ehren und zu lieben, „bis einer nicht mehr möchte“, wäre ich sofort dabei.

Wer möchte nicht die Gewissheit haben, dass die eigenen Entscheidungen im Erwachsenenleben richtig sind, gerade wenn die Liebe auf dem Spiel steht? „Bis einer nicht mehr möchte“ ist ein schönes Beispiel für Kuttners Wortwitz und ein Spruch, den man sich am liebsten in den Ehering gravieren lassen möchte. Luise ist eigentlich viel cleverer als die Summe dessen, was sie gerade aus ihrem Leben macht. Ihre Unzufriedenheit darüber – eigentlich ahnt sie, dass mehr drin steckt – setzt sie unter Druck und ihre Liebe zu Flo auf den Prüfstand – und die kommt dabei nicht gut weg. Liebe unter Druck zerbröselt und wenn man zu genau hinschaut, dann nicht zu Zauberpulver, sondern einfach zu zwei Menschen, deren Bedürfnisse und Gemeinsamkeiten sie zusammen geführt haben. Der Rest dazwischen, das, was sie zusammenhält, sind Kompromisse und die Akzeptanz, den anderen zu lieben, wie er oder sie ist.

„Once in a while along the way love’s been good to me“. Ich mag das Lied vor allem deshalb so gerne, weil es von einer modern anmutenden, nicht notgedrungen für immer halten müssenden Liebe so ungewöhnlich aufgeschlossen erzählt. Kein „forever“. Kein „the one and only“. Nur eine leise, demütige Dankbarkeit dafür, immer mal wieder geliebt worden zu sein.

Melancholisch hallen Luises Gedanken und der gesamte Roman in mir nach. Mehr möchte ich aber hier nicht verraten, außer, dass es sich wirklich gelohnt hat, sich mit dem Wachstumsschmerz auseinander zu setzen.
Ich hoffe, das dies nicht der letzte Roman von Frau Kuttner war. Es gibt so viele schöne Themen, über die man gemeinsam älter werden könnte, sogar Wechseljahre verdienen es, in angemessene Worte verpackt zu werden – ich werde weiterhin eine dankbare und treue Leserin sein.
Und an alle anderen, die das noch nicht sind, aber bis hier gelesen haben: Kaufen, am besten gleich beide Bücher. So sollte doch eigentlich jede Rezension eines guten Buches enden, oder? Einfach: kaufen.

Frederick und die Farben

Kennst Du Frederik?

Ich hatte das Glück, eine Grundschullehrerin zu haben, die ein Faible für die Kinderbücher des italienischen Autors und Grafikers Leo Lionni hatte. In seinen Büchern geht es meistens um das Anderssein. Frederick, eine seiner Hauptfiguren, ist anders als die anderen Mäuse. Während sie den ganzen Sommer über fleißig Vorräte anschaffen gehen, liegt Frederik faul in der Sonne. Alle beteiligen sich daran, genug Essen für den langen harten Winter zu sammeln. Nur Frederick nicht – was die anderen Mäuse natürlich ziemlich doof finden. Als dann der Winter kommt, erweist sich Frederick dann doch als sehr nützliches Mitglied der Gemeinschaft: Als den anderen Mäusen in ihrem Winterlager, die Bäuche vollgefuttert, scheißlangweilig wird, ist Frederiks Moment gekommen: Er hat Farben gesammelt. Den ganzen Sommer über. So erzählt er den anderen vom Rot der Mohnblüten und all anderen wunderbaren Farben und versüßt ihnen damit den Winter.
Ich bin wie Frederick. Ein Farbensammler. Vielleicht liegt es daran, dass ich sehr schlecht sehen kann und die Umgebung für mich oft einfach zu einem konturlosen Farbbrei verschwimmt. Ich liebe Blautöne, Türkistöne, Lilatöne und alles, was die Farben von Beeren hat. Aber ich mag auch alle Schwarz, Grün- und Grauschattierungen, Pastelltöne, die Farben von Polareis, sogar Rottöne, vor allem wenn sie nebeneinander auftauchen oder mit Blaustich, so wie Bordeaux- oder Weinrot. Einzig mit Orange und Gelb kann ich nicht so viel anfangen – außer vielleicht in einem Sonnenuntergang. Farben bestimmen, was ich täglich trage, denn sie beeinflussen meine Stimmung enorm. Einmal als ich jünger war habe ich in meinem Jugendzimmer eine ganze Wand in einem satten Türkiston gestrichen. Meinen Bruder erinnerte das an ein Aquarium. Ich fühlte mich darin sehr wohl. Ich wähle mein Duschgel nicht nach dem Duft, sondern nach der Farbe aus und könnte mich stundenlang freuen, wenn Licht durch ein Weinglas schimmert und den Wein rubinrot zum Leuchten bringt…Farben sind wichtig und jede Jahreszeit hat ihre eigenen.

Darum finde ich es überhaupt nicht schlimm, dass nach den hellen Farben des Sommers, dem satten Grün, den bunten Blumen nun der Herbst kommt. Denn er hat die schönsten Farben. Kastanien z.B. könnte ich stundenlang betrachten, sie sind einfach wunderschön. Geht mal raus an einem Herbsttag, schaut Euch das Rot und das Gelb an, das Braun der Kastanien und das Blau des Himmels, es leuchtet nie schöner als an einem Herbsttag.

Einfach mal Farben tanken.

 

P.S.: Sehr schön ist auch die Geschichte von Swimmy, dem schwarzen Fisch im Schwarm.

Mängelexemplar

Da hat mir ja die gute Micky ein tolles Buch geliehen. Gleich im ersten Kapitel beschleicht mich das Gefühl, Autorin Sarah Kuttner müsse mich irgendwie beobachtet haben – die Beschreibung passt so schön:
„Ich bin anstrengend. Das klingt erst einmal ziemlich lässig. Es klingt liebenswert und ein wenig kokett, selbstironisch, im Grunde genommen genau so, wie man sein Mädchen gerne mag […]. Ich werde sehr schnell wütend, traurig, überdreht und laut […]. Das ist anstrengend. Es ist anstrengend für mein Umfeld, und es ist vor allem anstrengend für mich.“

The edge of reason

In etwa fünf Stunden ist es nun soweit. Es ist der Vorabend zu meinem 30.Geburtstag.
Dreißig werden…das fühlt sich noch so weit weg an. Dreißig, das sind in meinem Kopf irgendwie doch alles Erwachsene, Leute mit Kindern, verheiratet, angekommen im Leben und schon viel weiter, als ich es mich fühle. Mit 30 hatten meine Eltern schon zwei Kinder in die Welt gesetzt und für mich waren das die tollsten, vorbildlichsten Eltern überhaupt. Ich fühle mich immer noch nicht „groß“, an den Gedanken, einmal Kinder zu haben, kann ich mich zur Zeit echt nicht gewöhnen. Verheiratet? In weiter Ferne. Und anstatt schon seit Jahren im Leben angekommen zu sein, verbringe ich meinen Geburtstag passenderweise mal wieder auf der Autobahn – zwischen der Heimat und meinem Wohnort pendelnd, an den es mich verschlagen hat, um endlich einmal ans Arbeiten zu kommen.
Ein wenig wehmütig werde ich heute abend schon.
Dreißig werden, das klingt so nach Bridget Jones, nach treuen Freunden und blauer Suppe…und nach dem perfekten Mr.Darcy, der einen endlich als die tolle, selbständige wenn auch tollpatschige Frau schätzt, die man schon lange ist. Die Zwanziger liegen hinter uns. „Gib die Dinge der Jugend mit Grazie auf“ heißt es…Ich habe das Gefühl noch mittendrin zu sein – ohne Plan, wie das mit der Grazie und Gelassenheit im Leben eigentlich geht.
Bis dahin lese ich vielleicht nochmal das Buch…vielleicht kommt die gefühlte Dreißig dann ja doch noch. Und dann werd ich mich darüber freuen, dass ich jünger aussehe.

Mein fast perfektes Leben (Jonathan Tropper)

Mein fast perfektes Leben - Jonathan Tropper


Im Mittelpunkt der Geschichte steht Doug, ein 29-jähriger Witwer, der am Unfalltod seiner Frau Hailey fast zugrunde geht. Zynisch und trauernd verweigert er sich dem Leben und den Menschen, die ihn brauchen: Seinem pubertierenden Stiefsohn, der durch Schlägereien und Drogenkonsum auffällig wird, seiner Zwillingsschwester, die ungewollt schwanger ist, sowie seinen Eltern. Nur ganz langsam begreift er, dass sich dem Leben und der Liebe wieder öffnen nicht bedeuten muss, seine geliebte Hailey zu vergessen.
Ich habe es jetzt Hälfte durch…
Auf dem Klappentext ist ein Zitat von Jürgen von der Lippe zu lesen: „Ich habe herzzerreißend geweint, ich habe geschrieen vor Lachen, und zwar immer abwechselnd.“ Genau so ist es auch mit diesem Buch: Selten habe ich Trauer so treffend in Worte gefasst gelesen. Sie passiert für Doug, stellvertretend für uns alle, so mitten in einem Leben, das sich erdreistet, einfach weiterzugehen. Doug, der sich mit zuviel Alkohol zu betäuben versucht, wird fast verrückt daran, dass die Welt sich einfach weiter dreht – ohne Hailey. Wirklich stark ist auch die Beziehung von Dougs Eltern skizziert. Der Vater, von Krankheit gezeichnet, teils wie ein unzurechnungsfähiges Kind, rennt in der Unterhose durch den Garten, macht seiner Frau zu schaffen. Dann wieder, ein kurzer hellwacher Moment, in dem ihm Tränen in die Augen steigen: „Ich bin noch da“ flüstert er, als seine jüngste Tochter nicht von ihm zum Traualtar geführt werden möchte. Traurigkeit anhand der Szenen, die wir mit ansehen als Leser, weil sie so echt sind, dass sie in jeder Familie vielleicht verkommen können. Ebenso echt wie die tiefe Zuneigung, die aus den Worten von Dougs Mutter spricht: „Ich werde mich an ihn kuscheln und so lange wach bleiben wie ich nur kann, weil ich keine Minute davon versäumen möchte. Ich werde mir wünschen, es könnte für immer so bleiben, aber irgendwann werde ich doch einschlafen, während er immer noch erzählt. Wenn ich dann morgens früh aufwache, wird er gerade in die Blumenbeete pinkeln oder wieder halb nackt Ball spielen oder auf dem Wohnzimmerboden einen Turm aus den Kristallgläsern meiner Großmutter bauen oder Gott weiß was anstellen. Und mir wird nichts anderes übrig bleiben, als mich unter meiner Decke zu verstecken und zu weinen und mich zu fragen, wann ich meinen Mann wiedersehen werde – und ob überhaupt.“
Ich bin gespannt wie es weiter geht mit Doug und seiner Trauer – aber ohne Schokolade und vielen Taschentüchern werde ich es besser nicht weiterlesen.

percy jackson 3: the titan’s curse

Mein neues Lesefutter (und neue Lieblingsreihe nach den Harry Potter-Bänden) heißt „Percy Jackson and the Olympians“. Mittlerweile bin ich beim dritten Buch angelangt. Die Reihe besticht durch Action, ein cooles Trio von Hauptfiguren, eine gute Portion Humor und vor allem eine klasse Story: Wie Harry Potter findet auch Percy Jackson eines Tages heraus, dass er anders ist. Zwar kein Zauberer, aber der Sohn von Meeresgott Poseidon – denn die Götter des Olymp (der übrigens über das Empire State Building in New York zu erreichen ist) gibt es sehr wohl und einige von ihnen haben mit Menschen Nachkommen gezeugt. Percy findet im Camp für Halbgötter ein neues Zuhause und Freunde. Und eine ganze Menge Abenteuer, denn tapfere Helden sind immer gesucht, wenn die Götter sich wieder einmal nicht grün sind oder fiese Monster oder Titanen Menschen und Götter bedrohen.
Die Bücher sind auch auf Englisch sehr flüssig zu lesen, was bei dem Preis aber nicht so schlimm ist: Für 5-6€ pro Titel kann man sich fix den nächsten Band gleich hinterher bestellen. Und zum Glück schreibt Rick Riordan noch eine weitere Reihe – die spielt im alten Ägypten und wird demnächst angelesen.