Karneval 2013

Was soll ich Euch sagen? Karneval in diesem Jahr war anstrengend! Eine Woche Kölle wurde komplett genutzt und ging einfach viel zu schnell vorbei. Alle Achtung vor meiner Maus J., die wirklich JEDEN Tag mitgenommen und durchgefeiert hat. Sessionshit war natürlich „Et jitt kei wood“, weils auch wirklich schön ist und den kölschen Heimatverbundenheits-Nerv voll trifft.
Ein paar neue Erkenntnisse habe ich dieses Jahr mitgenommen, zum Beispiel die
– dass Jungs aus Düsseldorf (naja, Ratingen) auch gut ziemlich feiern können,
– dass man mir besser kein Falafelbrötchen gibt, wenn der Tisch sauber bleiben soll (Fotobeweise hiervon sind tunlichst zu vernichten!)
– dass ich ab sofort den Karnevalsdienstag mitnehmen werde, denn da geht noch richtig was,
– dass Schlampen im Karneval ein Gerücht sind und sich nicht als Stewardessen, Lara Croft oder Bauarbeiterinnen kostümieren (Danke, J.!)
– Und: immer wieder BumBumDanz!

Für Euch alle, die mitgefeiert haben, hier ein Auszug aus meinem Lieblingsohrwurm:

Jo jo jo, mer sin immer noch do do do
weil mer su schnell nit kapodd geiht
un weil de Sonn immer widder opgeiht, singe mer
jo jo jo, mer sin immer noch do do do
drink met mir op dich un mich un e neu Johr
op dat, wat es, op dat, wat kütt,
un op dat, wat wor

(Kasalla, „Immer noch do“)

Ich freue mich schon jetzt auf’s nächste Jahr!

Urlaub 2012

Urlaub in Kölle.
Nicht gerade Sardinien und auch nicht die Nordsee – aber immerhin endlich ein paar Tage nicht ins Büro gehen müssen.
Während das Sommerhoch die Kölner Innenstadt zum Backofen macht, war ich mit Papa beim FC, mit lieben Freunden abends schön Essen und stundenlang reden.
Ich schaue den Mähdreschern bei uns auf dem Feld bei der Arbeit zu, wenn ich spazieren gehe und Brombeeren von Strauch am Feldrand pflücke. Zeit für mich, für Bewegung und Entspannung, genießen und sich wieder gut sein.
Wenn es doch immer so wäre.
Die letzten Wochen taten mir nicht gut – ständig Kopfweh und Magenschmerzen von dem ganzen Theater auf der Arbeit, zu wenig Bewegung und schlechtem Essen.
Wenn ich nicht krank werden und meinen Lieben weiter auf den Geist gehen will, weil ich mich mit etlichen Kilo zu viel nicht mehr wohl fühle, muss ich etwas ändern.
Urlaub ist ein guter Anfang dafür. Ich habe inzwischen fast das zweite „Game of Thrones“ Hörbuch durch – erstaunlich wie gut man beim laufen oder spazieren in die Geschichte eintauchen kann…
Mehr Bewegung habe ich auch schon erreicht – ich war dreimal joggen und heute erst habe ich eine schweißtreibende Mäuserettung vollbracht. Die arme kleine Spitzmaus war in den Kellerschacht geraten, von wo ich sie mit Hilfe eines Pantoffelaufzugs herausheben konnte. Gerne griff sie danach zu den dargebotenen Sonnenblumenkernen. Kater Einstein ließ das Ganze ziemlich kalt. Nachdem ich ihm sagte, er solle die Maus in Frieden lassen, trollte er sich zurück unter seinen Baum in den Schatten. Ist ja auch unzumutbar, bei dem Wetter jagen zu müssen.
Lieber legen wir noch etwas die Pfoten/ Füße hoch und genießen die Geräusche und Gerüchte des Sommers. Wind, der durch die Bäume streift, den frisch gemähten Rasen der Nachbarn, Vogelgezwischer und am Abend Holzkohleduft und das Rufen eines Käutzchens.

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Wochenende in Widdersdorf

Köln im Juli 2012. Man glaubt es kaum, aber es WAR Juli! Auch wenn es das ganze Wochenende geregnet hat wie aus Eimern. Ich hatte mir für’s Wochenende nichts vorgenommen, niemandem Bescheid gesagt und vor, einfach nur auf andere Gedanken zu kommen und nicht an den Job zu denken.
Am ersten Abend haben wir uns mit Papa in der Linde getroffen, wo Olli noch nie gewesen ist. Aus dem „einen Kölsch“ wurden wie immer mehrere und spontane Abende sind meist eh die lustigsten. Zufällig habe ich Natalie dort wieder getroffen, die aus Singapur zu Besuch in der Heimat war. Ich glaube, seit der Schulzeit hatten wir uns nicht mehr gesehen und es war schön, mal „live“ zu reden, wo ich doch sonst nur auf facebook und in ihrem Blog verfolge, was für eine Klassefrau aus der Schulkameradin von früher geworden ist.
Am Samstag landete ich dann wieder in der „Linde“, mit @MF1980 und einem alten Freund aus Widdersdorf. Aus der geplanten einen Apfelschorle – ich hatte an diesem Wochenende zwei Kater – wurden natürlich mehrere (Kölsch).
Ein bisschen müde jetzt, aber immerhin habe ich keinen Gedanken an Arbeit verschwendet – Mission erfüllt.

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Briefe

Seit ich vor drei Jahren von Köln nach Hamburg gezogen bin, bekomme ich regelmäßig Post von meinen Großeltern. Anfangs waren es Postkarten aus der Heimat – Motive vom Kölner Dom, vom Haus am See. Später dann schrieben die Beiden, wo immer sie gerade waren: Jeder Wochenendausflug mit dem Senioren-Reiseveranstalter ihres Vertrauens wird genau dokumentiert. In meiner ersten Wohnung in Hamburg ersetzten die vielen bunten Karten die Tapete im Flur. Es gibt kaum etwas Schöneres, als am Samstagmorgen einen liebevoll dekorierten Brief von Oma und Opa in der Post zu haben – außer natürlich, die beiden direkt zu sehen.
Auch wenn Oma auf den ersten beiden Seiten eine detailgetreue Beschreibung ihres Hustenleidens abliefert – ich freue mich darüber, dass wir, so wie in Zeiten von Brieftaube und Postkutsche, Kontakt halten. Im Gegenzug schreibt die Enkelin immer brav zurück: Karten aus dem Urlaub, Motive von Hamburg, immer wieder Hamburg. Was nie fehlen darf, sind die wichtigen Eckdaten, die meine Oma am Meisten interessieren: Gesundheit. Wetter. Wassertemperatur.
Oma und Opa, Ich vermisse Euch! Die nächste Postkarte kommt zu Pfingsten – vom schönsten Ort der Welt.