Das Leichteste der Welt

Manchmal spricht einem ein Lied aus dem Herzen, als habe man es selbst geschrieben.

Hab gehört die Sonne scheint wieder für dich
Hab gehört du wirkst befreit und trägst wieder Lachen
Hab gehört ich bin für dich vorbei und abgehakt
Und dass das der beste Schritt deines Lebens war

Hab gesehen dein Herz hängt jetzt an jemand anderem
Ganz schön schnell dafür das du gesagt hast du brauchst erstmal Zeit
Auf den Fotos die man findet, da strahlt ihr vor Grinsen
Du siehst so widerlich glücklich aus

Und ich
Ich kann nicht schlafen, ohne irgendwas zu nehmen
Und du
Stehst längst mit beiden Beinen im neuen Leben
den Blick nach vorn gestellt
Als wär’s das Leichteste der Welt

Nach allem was man hört lebst du jetzt im Bilderbuch
Suchst ein Haus am See und Kindernamen – war doch unser Plan
Und ich häng hier auf Halbmast, krieg den Kopf nicht ausm Sand
Bin kilometerweit entfernt von Abstand

Und ich
Ich kann nicht schlafen, ohne irgendwas zu nehmen
Und du
Stehst längst mit beiden Beinen im neuen Leben
den Blick nach vorn gestellt
Als wär’s das Leichteste der Welt

Doch was mich am allermeisten bricht
Ist zu sehn wie glücklich du jetzt bist
Und die bittere Erkenntnis, das man bei Null ist, das da nichts ist
Und jeder Tag und jedes Jahr umsonst war
Sinnlos war, so sinnlos war

Vielleicht kann ich irgendwann wieder schlafen, ohne irgendwas zu nehmen
Vielleicht gibt’s irgendwo da draußen für mich ein neues Leben
Aber sich das vorzustellen
Ist grad das Schwerste dieser Welt

(lyrics by Silbermond)

Völkerball

Warum ist man so, wie man ist?
Warum ist man nicht in der Lage, im entscheidenden Moment, nur für diesen einen Einspruch, diesen einen Satz, eine Stunde, jenen besonderen Abend, in eine andere Rolle zu schlüpfen und sich über die eigenen Grenzen hinwegzusetzen?
Ich wünschte, ich hätte irgendwo im Verlauf meines Lebens gelernt, eine Maske aufzusetzen. Das schauspielerische Handwerk, das viele beherrschen: Nur für heute mal normal sein, sich verhalten wie alle anderen. Die Chance nutzen, die Neuanfängen innewohnen soll. Stattdessen bleibe ich fremd statt nachzuahmen, wie die anderen im Rudel das machen:
Im Raum nebenan ist Handshake, ist Musik (“Die Eine, die immer lacht…”), sind lauter Menschen mit Masken, die das Beste daraus machen und den Abend genießen und für ein paar Stunden Sorgen, persönliche Befindlichkeit und Komplexe hinter sich lassen, um einander kennen zu lernen.
Ich bin hingegen nichts als Befindlichkeit: In solchen Situationen kann ich meistens nicht essen und wenn mir nicht ein barmherziger Mensch, der mich schon länger kennt, ein Glas in die Hand drückt, werde ich den ganzen Abend am Rand sitzen und kein Wort sagen. Nach ein oder zwei Gläsern merke ich, wie ich lockerer werde, was jedes Mal in Panik umschlägt. Was, wenn niemand hören will, was ich rede? Wenn ich lalle, zu laut bin, man mich lächerlich findet? Der Blick meiner neuen Chefin – missbilligend oder interessiert daran, mehr von mir zu erfahren? Ich habe nichts dagegen, dass man mich nicht mag. Aber heutzutage ist alles verwässert: Man hasst sich nicht mehr aus Gründen, man findet den anderen höchstens lachhaft und wer möchte schon ausgelacht werden. Das kränkt so viel mehr als Hass. Dies wäre ein Abend, neue Freunde zu machen. Panik bei mir. Alle schauen dich an. Niemand hier ist wirklich mein Freund, ich kenne euch kaum. Keine Verbündeten, nur potentielle Fettnäpfchen. Wieder einmal bin ich die, die nicht mehr mit in die gesellige Runde passt, die sich am Ende auf dem Balkon sammelt. Bin das Bücherbus-Mädchen, die Klassenbeste, die trotzdem und gerade drum als letzte gewählt wird.
Leben unter Menschen ist ein ewiges Völkerballspiel.
Und ich bin die Dicke mit der Brille, die, wenn sie nicht abgeworfen wird, über die eigenen krummen Füße stolpert.

Aus dem Archiv meines Seelenlebens

Beim Aufräumen meines Computers entdecke ich einen angefangenen Text wieder. Manchmal finde ich beim Lesen der eigenen Sachen Erinnerungen und spüre vergangene Gefühle nach. Was ich dieses Mal lese, fühlt sich fremd an. Dass es von mir ist, erschreckt und bestätigt mich zeitgleich darin, dass es gut war, wie es am Ende gekommen ist…

Wo sind wir, das Paar, das gemeinsam lachte? Wo ist die Einheit hin: erst das wir, dann der Rest der Welt. Es ist, als ob wir nie eine Einheit gewesen sind, nur vielleicht eine Masse, die sich für einen gewissen Zeitraum durch Anziehungskraft angenähert und nur beinahe verbunden hat.
Der Abstoß kam leise, nicht explosiv, doch je weiter wir nun auseinander driften, desto größer die Beschleunigung. Wir können es kaum erwarten, frische Luft zu atmen, den anderen nicht sehen, nicht fühlen zu müssen in seiner Art, wie er da zurück bleibt. Weg nur weg von der traurigen Masse, die sich da aus demselben Grund rasend schnell in die entgegengesetzte Richtung entfernt.
Wollte es das Naturgesetz so oder waren wir es, die den Abstoß herbei geführt haben? Immer darauf hingesteuert, nie zur Ruhe kommend, nie die Bindung zwischen uns stabilisierend? Ich weiß nicht einmal, wie ich mich fühle auf meinem Flug, meiner Flucht vor dir und dem was wir einmal waren und hätten werden können.
Auf der Flucht vor dem Mittelpunkt in meinem Universum.
Haltlos.
Freudlos.
Mutlos.
Planlos.
Schwerelos.

(“Schwerelos”, geschrieben im November 2014.)

Abendstimmung

Loslassen.
Loslassen.
Ich sitze im Garten meines Elternhauses. Dieses Hauses, das so vieles erlebt hat. Lachen. Weinen. Neuanfänge und Trauer. Babykatzen. Katzengräber. Junge Paare voller Hoffnung. Schwarz-weiße Erinnerungsfotos. All das steckt in seinen Mauern und dennoch bleibt es Zuflucht, ist es Zuhause, steht es dort und wartet auf bessere Zeiten.
Die Sonne geht gerade unter über unserem Dorf. Einer seiner Söhne wird nie mehr nach Hause kehren. Einer von Weidens’ Kätchens Jungs ist jetzt weniger auf der Welt.
Und ein anderes Weidenskind starrt den Sonnenuntergang und weiß gerade nicht mehr wohin mit diesem fragilen Ding, das sich Leben nennt und das gefüllt und gelebt und geliebt werden will. Weil gerade alles so scheint, als möchte es nie wieder Morgen werden.

Ein Teil von mir schaut mit Bedauern zurück.
Ich wünschte ich hätte die Gelegenheit erhalten, all das – all das wir, all das uns – mit dir zu besprechen. Nur wir beide. Ehrlich. Offen. Miteinander, wie es hätte sein sollen zwischen uns. Seitdem wir uns gestern das erste Mal nach Monaten gesehen haben, weint mein Herz wieder wie am ersten Tag. Weint um die schöne Zeit, die Liebe, die wir einst hatten und die besonders war, dass es unmöglich scheint, jemals wieder so empfinden zu können.
Als die Richterin uns fragte, ob wir wirklich nicht glauben, unsere Ehe noch einmal aufzunehmen zu können, da wollte diese Seite von mir ganz laut “DOCH!” rufen. So laut hat meine Seele gerufen, dass ich glaube du wirst es wohl gehört haben.
Doch ich sagte “Nein”. Deinetwegen. Ich habe dich frei gegeben, weil du es wolltest. Mein allerletztes Geschenk an dich. Ein Teil von mir ist unendlich traurig seitdem. Ich vermisse dich an meiner Seite, der mich heute, an diesem traurigen Tag, getröstet hätte. Der nichts hätte sagen brauchen. Du wärst einfach da gewesen und die Welt wäre still geworden. So wie wir jede Nacht eingeschlafen sind, uns irgendwo berührend, weil nur das uns beiden verletzten Seelen Frieden schenken konnte.
Oft wache ich Nachts auf und finde dich nicht.

Auch Du hast “Nein” gesagt. Schon viele Monate vorher. Am Traualtar, als du “Ja” sagtest, irgendwas in dir jedoch “Ich weiß nicht mehr” meinte. So laut, dass ich es gehört habe. Die Monate danach waren ein einziges Drama, ein Alptraum, aus dem ich jede Nacht aufwache. Weg war der Mensch, den ich geliebt, der mit mir gelacht hat, der mit mir in unserer kleinen Welt große Träume träumte. Ein anderer war da an deiner Stelle, der sich selbst zugrunde richtete. Der sich hasste für die schlimmen Dinge die er tat und dann mich hasste und dann wieder sich, weil ich all das nicht verdiente und irgendwo doch daran schuld war, weil ich nicht einfach ging. Ich wollte dir die Hand reichen, immer wieder. Weil ich an dich glaubte. Bis gestern glaubte, dass dein wahres Ich irgendwann zurück kehrt und gewinnt über “den anderen” wie ich ihn nannte. Unbewusst habe ich wohl immer gehofft, dass dir deine Lügen leid tun, dass das “wir” stärker ist als deine Dämonen, dass du sie mit mir gemeinsam bekämpfen willst. Aber du hast dich dagegen entschieden und findest deinen Frieden woanders. Ein Teil von mir ist unendlich traurig, dass du nicht der bist, den ich in dir gesehen habe.

Ein anderer Teil von mir schaut hoffnungsvoll nach vorne. Er hat über die letzten Monate nicht sentimental zurückgeschaut, sondern vor allem die Unterschiede bemerkt, die uns zuletzt immer wieder dazu gebracht haben, uns aneinander zu stören. Dein Lebensstil und meiner, die wollten nicht mehr zusammen passen und keiner wollte mehr zurückstecken. Dieser Teil von mir ahnt, dass du längst weiter gegangen bist und in mir trotz der netten Dinge die du gestern gesagt hast, nicht mehr siehst, was du einst gesehen hast. Ich habe mich entschieden, dass erst dann wieder jemand in mein Leben passt, wenn er eben passt. Ich habe zu viele Zugeständnisse gemacht und auf der anderen Seite viel zu wenig gebremst, wo ich es hätte tun sollen, weil es Grenzen aufgezeigt hätte. Ich habe dazu gelernt.
Ich bin dir dankbar: Für eine wundervolle Zeit. Für das Gefühl zu wissen, wie echtes Glück sich anfühlt. Und auch für die Erfahrung, wie bitter geplatzte Träume schmecken.

Akzeptieren.
Akzeptieren.

No fight left

In this proud land we grew up strong
We were wanted all along
I was taught to fight, taught to win
I never thought I could fail

No fight left, or so it seems
I am a man whose dreams have all deserted
I’ve changed my face, I’ve changed my name
But no one wants you when you lose

Don’t give up
‘Cause you have friends
Don’t give up
You’re not beaten yet
Don’t give up
I know you can make it good

Though I saw it all around
Never thought that I could be affected
Thought that we’d be last to go
It is so strange the way things turn

Drove the night toward my home
The place that I was born, on the lakeside
As daylight broke, I saw the earth
The trees had burned down to the ground

Don’t give up
You still have us
Don’t give up
We don’t need much of anything
Don’t give up
‘Cause somewhere there’s a place where we belong
Rest your head
You worry too much
It’s gonna be all right
When times get rough
You can fall back on us
Don’t give up
Please don’t give up

Got to walk out of here
I can’t take any more
Gonna stand on that bridge
Keep my eyes down below
Whatever may come
And whatever may go
That river’s flowing
That river’s flowing

Moved on to another town
Tried hard to settle down
For every job, so many men
So many men no one needs

Don’t give up
‘Cause you have friends
Don’t give up
You’re not the only one
Don’t give up
No reason to be ashamed
Don’t give up
You still have us
Don’t give up now
We’re proud of who you are
Don’t give up
You know it’s never been easy
Don’t give up
‘Cause I believe there’s a place
There’s a place where we belong

Don’t give up, don’t give up, don’t give up

(lyrics by Peter Gabriel)

Kater im Kopf

Ich bin viel zu früh wach, in meinem Kopf brummt es noch und in meinem Magen ist dieses Gefühl, das man hat, wenn der letzte Drink schlecht war – und das, obwohl ich die letzten Stunden der Party doch nur Wasser getrunken habe.
Ich liege im Bett dieser Pension mitten im deutschen Niemandsland, blauer Himmel, auf der Wiese niedliche Ponys und ich habe Herzrasen und kann nicht atmen.
Was, wenn ich hier sterbe? Plötzlicher Herztod in der Uckermark. Mittdreißigerin wurde erst Tage später von den Pensionsverwaltern beim Aufräumen entdeckt. Niemand hatte sie als vermisst gemeldet.
Es tut mir nicht gut, dieses feiern und trinken und der bald bevorstehende Abschied aus der Stadt, die immer meine Stadt war, meine kleine Freiheit, in der ich mich verwirklichen konnte und ohne ständige Einmischung von Papa und Familie leben konnte, wie ich es bestimmte.
Ich habe kalte Füße bekommen. Wird es wirklich besser werden, dieses Leben? Es ist schön, die Großeltern öfter zu sehen und alte Freunde treffen zu können ohne sich Wochen vorher zu verabreden. Aber kann man Freundschaften aufwärmen, die viel zu lange viel zu kurz gekommen sind? Bin ich nicht inzwischen in der Heimat genauso fremd wie in Hamburg?
Ich rede mir selbst seit Monaten gut zu. Kleine Schritte. Eins nach dem anderen. Job finden, umziehen, Scheidung. Dazwischen immer wieder laufen, meiner Routine folgen. Schlafen, gut essen, Sport, meditieren. Viel atmen. Jeder Schritt ist ein Schritt zur Besserung und es stimmt: Es gibt die Tage, an denen sich mein Leben besser anfühlt als je zuvor. Ich bin stärker geworden und kenne mich besser. Gut genug um mir einzugestehen, dass es Tage gibt, an denen ein plötzlicher Tod in der Uckermark nur symbolisch für die Traurigkeit in meinem Herzen wäre, die trotz guten Mutes und Voranschreitens ein Begleiter bleibt.
Gestern war ich auf einer Hochzeitsfeier von zwei lieben ehemaligen Kollegen und es war eine schöne Feier. Einige Personen, auf die ich mich gefreut hatte, waren dort. Mit ihrem Partner, Freund, Ehegatten. Manche glücklich, andere am diskutieren. Aber nicht alleine wie ich, die den ganzen Abend von Gruppe zu Gruppe zog, um den Paaren nicht zu lange wie ein drittes Rad am Wagen anzuhängen. Niemandem das Gefühl geben, dass man anhänglich ist. Aber ich bin es. Ich will anhänglich sein dürfen, will das jemand an mir hängt, Jemanden, mit dem ich auf solchen Feierlichkeiten ankomme, lache, den Kuchen teile und der mein Anker ist oder vielmehr ein Bumerang – sich alleine bewegen können in der Gewissheit wir kommen immer wieder zueinander zurück.

Tage, an denen es mir derart schlecht geht und Nächte, in denen der ganze Körper verkrampft und das Herz rast, werden seltener so lange ich alles ruhen lasse, keine neuen Informationen an mich heran dringen, ich mich aus dem Umfeld seiner Familie – so schwer es mir gefallen ist – genommen habe, weil ich jeden Tag einen neuen Einschlag fürchten musste wie bei einem Meteoritenhagel.
Ich werde bald nach Hause gehen. Das erste Mal richtig in meiner Heimat arbeiten, leben, ohne am Sonntag wieder in den Zug Richtung Hamburg steigen zu müssen.
Es wird ein neuer Abschnitt, auf den ich mich freue und der mir zugleich Angst macht. In solchen Situationen im Leben verlässt man sich gerne auf den Rückhalt seines Partners, plant gemeinsam, wodurch das Neue an Schrecken verliert. Mit ihm verheiratet zu sein, bedeutete trotz aller Schwierigkeiten auch Sicherheit:
Was immer auch passiert, du hast stets meinen Rückhalt und ich hab immer noch dich.
Nur, dass das Ganze leider eine Farce war, ein Schauspiel, da er schon vor unserer Hochzeit nie die Absicht hatte, ein Leben lang an meiner Seite zu sein, einander bis zum Ende beizustehen.
Ich hoffe, dass ich es alleine schaffe. Das Leben liegt in meinen Händen, meine Zukunft formt sich alleine durch mich. Das kann und wird mir niemand abnehmen und das ist gut so, weil nur so jeder zu seinem Glück finden kann.
Dennoch bleib da eine Leerstelle, wo das gute Gefühl war, nicht alleine auf dem Deich, mitten in der Sturmflutnacht zu stehen.
Ich kann es schaffen.
Ich…muss.

Korridor

Als ich nach einigen Wochen so ziemlich allen Freunden von den unerfreulichen Veränderungen in meinem Leben berichtete, bekam ich mehrfach den Spruch zu hören: “Wenn irgendwo eine Tür zuschlägt, tut sich dafür eine andere auf!”
Schön, wenn das so simpel wäre.
Das Leben ist nach meiner Erfahrung kein Korridor sondern ein Irrgarten: Monatelang tut sich überhaupt nichts und wenn sich dann etwas bewegt, schwingen alle Türen zeitgleich auf. Wie soll man sich entscheiden, wo lang es gehen soll?
Kopf und Herz einmal mehr komplett überfordert und obwohl ich die Fäden in der Hand halten und mich über die vielen Optionen freuen sollte, möchte ich gerade nur ins Bett gehen, die Decke über den Kopf ziehen und endlich wieder einmal schlafen. Ohne Zähneknirschen, ohne morgens viel zu früh gerädert wach werden. Ausgeschlafen sein und guten Mutes die Entscheidungen wählen, auf die ich die letzten drei Monate hingearbeitet habe. Ich muss hier weg. Weg aus der Stadt, weg von den Trümmern, die von meinen Zukunftsplänen geblieben sind.

Aber wäre nicht jetzt nach solch einer Zäsur die beste Gelegenheit, den Lebensweg zu überdenken? Jetzt, wo man alleine ist?
Ich habe zu ihm gesagt: Gut die Hälfte deines Lebens ist geschafft aber du hast noch ein halbes Leben so zu leben, wie du es möchtest.
Was möchte ich? Das kleine Mädchen in mir schert sich nicht um das große Geld sondern um Glück. Sollte ich warten, bis sich eine Möglichkeit bietet, den Lebenstraum auch im Beruf zu leben? Oder sollte ich die nächste Gelegenheit ergreifen in meiner Heimat, bei meiner Familie zu sein und Geld zu verdienen. Kopf gegen Herz, Vernunft gegen Idealismus. Geld braucht man, um Träume zu finanzieren. Idealismus kommt von “muss man sich leisten können”. Muss man wirklich trennen oder kann man auch sein Leben träumen?
Ich bin 35. Alle anderen um mich herum haben jetzt Kinder.
Ich habe nicht einmal mehr ein Billy-Regal.

no longer fearless

No, I am not missing you.

What I miss is falling peacefully asleep
wrapped up in a warm embrace.
I miss waking up in a familiar room
hearing you breathe and feel relieved.
What I miss is somewhere to come home to
and the reason I’d do it all for.

I miss being fearless
the nothing-will-tear-us-apart
knowing whatever future beholds
I held a piece of your heart.

Thanks to you I need meds for sleeping
while you hold on to someone else.
Each night I wake from most horrible dreams
in a place that doesn’t resemble a home.
You became the enemy by choice
cruelly pushing me away.

I am no longer fearless
since you took away all my beliefs
I fear the dark one you’ve become
who replaced me without a blink of his eye.

Tell me again, why should I miss you?
Tell me again, which side of you are you on?
Tell me again, who are you betraying?
Was it me
is it her
won’t it be yourself
in the end?