Mein erster Alsterlauf

Sportliche Menschen werden beim Titel dieses Eintrags sicher schmunzeln – 7,4 km laufen ist für einen erfahrenen Läufer nun wirklich keine Distanz! Für mich aber, die ich seit meiner Kindheit etwa so sportlich bin wie ein Sack Reis, ist das eine echte Leistung. Beim Schulsport wurde ich beim Völkerball stets bombardiert, später hatte ich dann praktischerweise alle zwei Wochen Frauenbeschwerden.
Seit ich nach Hamburg gekommen bin, sehe ich immer wieder die Leute da laufen, tags wie nachts. Es ist nicht umsonst eine der beliebtesten Laufstrecken Deutschlands: Immer am Wasser lang, vorbei an Segelbooten, Parks, schönen Häusern. Die Aussicht ist wirklich herrlich und man hat nie – wie damals im Kölner Stadtwald – das Gefühl, die Einzige zu sein, die wie bekloppt um einen See rumtrabt.
Ich habe es mir monatelang immer wieder überlegt, mich gedrückt und gestern endlich, ganz spontan die Sachen gepackt und mich unserer kleinen Firmen-Laufgruppe angeschlossen.
Mein Tipp: Traue keinem Marathon-Mann. Erst recht nicht, wenn von „gemütlichem Tempo, bei dem man sich prima unterhalten kann“ die Rede ist. Vielleicht, wenn man aus einem Volk stammt, in dem man mit Pfeiflauten kommuniziert…
Die Truppe hat ganz schön Tempo gemacht, so habe ich mich dann irgendwann einfach zurückfallen lassen, bin gemütlich hinterher getrabt und habe die schöne Aussicht genossen. War soll ich sagen: Ich habe durchgehalten! So stolz auf mich selbst war ich schon lange nicht mehr. Ich habe mich danach eine ganze Stunde in die Wanne gelegt und dann 10 Stunden geschlafen, aber ich hab mich endlich einmal wieder richtig wohl gefühlt mit mir selbst. Und das ist das Beste an der ganzen Aktion.
Hier noch ein schöner Eindruck von Euch von der Runde:

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