sprachlos am morgen

Heute auf dem Weg zur Arbeit, herrliches Wetter, radel ich eine Straße entlang. Zwischen zwei parkenden Autos tritt eine Frau hervor. Bestimmt ein Model, denke ich, mit ungemachten Haaren, sommerlichen Flatterklamotten, wunderschön. Sie dreht sich im gehen herum und lächelt strahlend ihrem Freund zu. Wooow, denke ich. Jeans und schwarzes Hemd, perfekter Dreitagebart, Strubbelfrisur, tolles Lachen und mindestens genauso schön wie sie. Und dann drehen sich beide herum: Zwischen den Autos kommt ein cremefarbener Labrador-Welpe hergetrappelt. Wedelt vor Freude wie blöde mit dem Schwanz und trägt im Maul die Brötchentüte…

Ein Gedanke zu „sprachlos am morgen

  1. untitled
    Posted on April 15, 2011 by Verena

    Ich bin nicht missgünstig, wirklich nicht. Das Glück der anderen, ob ein Wochenende mit dem Schatz am Meer oder das Gefühl, verliebt zu sein…ich gönne es Euch von Herzen. Es stößt mich nur mit Nase darauf, dass irgendwas fehlt.

    *nasereib*

    Ein schönes und glückliches Wochenende.
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    Solltest Du dieses Pärchen noch einmal sehen, halte an und frage nach, wie lange sie schon zusammen sind.
    „Egoism dictates human relations. The world we fashion aoutshines morality“ kommt mir da grad in den Sinn.

    Lass Dich nicht blenden und beeindrucken von all diesen Dingen denn…:

    Ich kam an einer Villa vorbei, Säulen aus weißem Marmor. Ein Cabriolet in Silber stand vor dem Tor, daneben sah ich ein Paar, sie strahlte schöner als die Sonne und er funkelte wie ein heller Stern.
    Ich war geblendet, vor den Kopf gestoßen. Es wirkte perfekt-Harmony,Disneyland-Paris.[ich hab es mal geklaut]

    Als ich zwei Jahre später wieder vorbei kam stand die Villa zum Verkauf. „FOR SALE“. Ich erkundigte mich, wo das wunderschöne Paar nun sei.
    „Geschieden“. Sie hat einen berühmten Sänger geheiratet und er ein noch besser aussehendes Model.

    Ich war verwundert, nachdenklich und ging meines Weges. In Gedanken versunken sah ich von einer Brücke herab, auf einem Weg neben einem Fluß ein eine sehr alte Frau und neben ihr einen sehr alter Mann, die gingen dort Arm in arm gehackt spazieren. Ich rief: „hey sie, wie lange sind sie schon zusammen“. Sie blieben stehn und schauten hinauf. Ich rief: „Ja sie, wie lange sind sie schon zusammen?“. Er lächelte und sagte: „Zusammen? Wir sind seit 60 Jahren verheiratet mein Jung“.
    Ich rief: „Wo ist denn all der helle Glanz?“ Beide blickten mich verwundert an, doch es schien als ob der alte Mann verstand, zeigt aufs Herz mit einer Hand.
    Mit offenem Mund stand ich da und es war als leuchteten die beiden nun heller als viele Paare, die ich zuvor gesehen hatte. Auch war das Licht nicht blendend, eher durchdringend und warm. Ich verstand.

    Und die Moral von der Geschicht, an die Nase reiben tut man nicht:D oder:
    Lass dich nicht plenden, von sichtbaren Dingen, sie haben absolut keine Aussagekraft und sind in 99% aller Fälle nur Schein. Fassade, mehr nicht.

    LG
    MB

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