Unzerbrechlich

Liebes Tagebuch, heute kann keiner mir was.
Ich gebe nicht auf, bin was ich bin, nie wieder beuge ich mich.
Augen über den Schultern, lache dem Neubeginn entgegen.
Vergeude nicht eine Sekunde, hole mich raus.
Dreh das Radio so was von laut auf.

Sie sollen sehen, wie gerade eben die Sonne mich küsst
und keiner kann auf die Parade regen.
Es ist als würde ein Drei-Meter-Mann marschieren,
Parkett unter mir jubeln und mich danach verlieren.
Ich schwebe nun, lebe nun über den Dingen und keiner kann was dagegen tun.
Lebe gut, alte Welt schäme dich nicht,
vergiss das alte, gläserne Ich.

Ich bin unzerbrechlich, unverletzlich.
Mach mich unvergesslich.
Bin unermesslich stark und der Vorhang fällt
und der Vorhang fällt
und der Vorhang fällt
und der Vorhang fällt.
(Casper, Unzerbrechlich)

Sylt