Regen

Heute muss ich mal mit Euch über’s Wetter reden. Aus gegebenem Anlass. Kaum hat es in Hamburg mal zwei Tage am Stück geregnet und es wird ein wenig kühler, fangen alle an zu heulen. Vermutlich so wie Noahs Kumpels damals, als er die Arche gebaut hat. Das Projekt hat er mit Sicherheit nur gestartet, weil ihm die Herbstjammerei seiner Mitmenschen auf den Sack ging.
Ich liebe das Herbstwetter. Ja, auch den Regen.
Endlich kann ich die gemütlichen Klamotten hervor holen und mich auf den kuscheligen Teil des Jahres freuen. Ohne schlechtes Gewissen drinnen bleiben. Kakao trinken, Bücher lesen, Fußbodenheizung. Keine überfüllten Plätze mit Zwillingskinderwagenpärchen. Einfach die fette Langeoog-supadupa-Regenjacke an und meine Santa Claus-Gummistiefel <3

Der Regen vertreibt sie alle und das Deck der Hafenfähre ist wieder meins.
Vielleicht macht gerade das den Herbstregen so schön für mich, das die anderen ihn meiden?

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Na klar, die ganze Grillerei und so war schön, aber nun, liebe Leute, ist die Zeit der Sammler gekommen! Regen im Herbst riecht nach Laub, Kastanien und Pilze finden im Wald – alles Dinge, die ich wahnsinnig toll finde.
Erinnerungen an den Sommer und all die Dinge, die man diesen Sommer wieder nicht geschafft hat (wieder in einen Bikini passen, die Kanutour auf der Alster, eine Sitzgarnitur für den Garten anschaffen) kommen in den großen Koffer. Zusammen mit Kleidchen, Röcken und nie getragenen Flattertuniken aus Cala Ratata.
Nächstes Jahr, wenn im März mal wieder zwei Tage nacheinander über zwanzig Grad sind, werden wir den Koffer hervor holen. Werden uns über all die Schätze freuen.
Der Traum macht den Sommer! Vor allem in Deutschland…

What I love about Hamburg

Teil 4: nächtliche Photogenität.
Auch wenn meine Kamera noch in irgendwelchen Umzugskisten auf ihre Wiederentdeckung wartet, so ist Hamburg selbst durch die Linse einer Handykamera wunderbar photogen. Vor allem bei Nacht gibt es so viele schöne Szenen zu knipsen: Hafen, alte Gebäude, Brücken, Dom, Fleete, Binnenalster…ich kenne keine andere Stadt hier in Deutschland, die auch nachts so viel Schönes zu bieten hätte. Wobei der Kölner Dom mit den vielen kleinen Figuren und Gargoyles auf der Rückseite, bei Beleuchtung und leichtem Nebel, auch wirklich sehenswert ist 😉

eine seefahrt, die ist lustig…

Ein Sonntagsausflug der besonderen Art: Romantische zwei Stunden Paddeln auf der Alster. Vom Isekai aus durch die Alsterfleete zum Café Canale, das Kuchen und Kaffee aus einem Fenster zur Wasserseite verkauft. Dann weiter, vorbei an herrlichen Villen…hin und wieder im Slalom um andere Ausflugsboote und auf Kollisionskurs mit neu erbauten Bootsanlegern *ähem*.
Und dann raus auf die Außenalster im strahlenden Sonnenschein…Ein Anblick, der die vom Rudern schmerzenden Arme vergessen lässt: Einfach wunderschön!

what I love about hamburg

Teil 2: Den letzten Winter.
Ich gebe es zu, ich habe oft geschimpft über ihn. Ich habe zum ersten Mal freiwillig jeden Tag einen Schal getragen und konnte am Ende die blöden schneesicheren Winterstiefel mit dem Traktorenprofil nicht mehr sehen. Ich bin dreimal hingefallen, einmal davon vor lauter Touristen eine Treppe am Hafen hinunter…Immer wieder aus Fenster gesehen und neue blöde Schneeflocken vom Himmel fallen sehen. Heimfahrt nach Köln zu Weihnachten: 7 Std., fast einen Unfall mit schleuderndem LKW gehabt, Dauer-Schneegestöber. 15cm dicke Eisglasur auf Hamburgs Gehwegen. Kein Streusalz mehr und jetzt überall Frostschäden auf den Straßen.
Aber auf der anderen Seite war’s auch irgendwie schön.
Man konnte prächtig Schneebälle werfen und tolle Fotos von romantisch-verschneiten Landschaften machen. Den Hafen in vollkommener Stille erleben, in der Elbe treiben Eisschollen. Das schönste aber: Zwischen tausenden anderen Hamburgern, Kindern, Hunden, Joggern, Schlitten auf der Eisdecke mitten auf der Außenalster stehen.
Ein unvergesslicher Winter!