Momentum

Bei den wenigsten Menschen verläuft das Leben in geraden Linien. Es ist vielmehr ein Weg durch hügelige Landschaft, von Kratern, Umwegen, Sackgassen und Gewässern durchzogen. Manche vergleichen es mit einer Achterbahnfahrt bei der sicher ist: Nachdem es hoch hinaus geht, folgt der Fall. Oder anders: Nach der Talfahrt geht’s bergauf.
Wir alle erleben schlimme Dinge früher oder später im Leben, die uns prägen, von denen wir uns erholen müssen, lernen, uns wappnen, aufstehen und weitermachen. Auch wenn jeder von uns bestimmt diese eine Person kennt, der vermeintlich immer die Sonne aus dem Hintern zu scheinen, die positiven Dinge mühelos zuzufliegen und das Schicksal immer in die Karten zu spielen scheint – solchen Neid muss man bei Seite legen. Es ist Unsinn. Der Teufel sch**** nicht immer auf den gleichen Haufen. Er trifft jeden von uns. Genau da, wo es individuell am schlimmsten ist. Weil auch das zum Leben gehört. Manche Menschen haben eine schlimme Kindheit erlebt, einen geliebten Menschen verloren, sind krank geworden, ohne Arbeit, ungewollt kinderlos oder haben ganz andere Narben davon getragen. Was uns vereint, ist die Physik des Lebensweges: Um den Schwung für die Bergetappe zu bekommen und um weiter zu leben, müssen wir uns diesen Situationen stellen. Sie verarbeiten. Wir müssen uns adaptieren und wieder zurück ins Leben finden denn: Wir haben nur das eine. Aufgeben ist keine Option, weil es das Ende des Seins bedeutet.
Um sich von einer Disruption im Leben zu erholen, entwickelt jeder eigene Mechanismen. Manche wickeln ihre Seele in einen Kokon und schnüren sie fest ein. Selbstschutz. Verdrängung. Manchmal klappt es, manchmal geht es nach hinten los. Andere – dazu gehöre ich auch – tendieren dazu, gründlich und lange zu verarbeiten, zu reflektieren und zu versuchen, Leitsätze für die Zukunft abzuleiten. Bücher wie „Krankheit als Weg“ oder „Vom Manager zum Mönch“ sind solche Beispiele von Menschen, denen durch Krankheit das Licht aufgegangen ist in ihrem Seelen-Kartenhaus. Aus zerrütteten menschlichen Beziehungen lernt man: Warum hat die Partnerschaft/Freundschaft geendet? Was habe ich gesucht darin, was sich nicht erfüllt hat? Was suche ich generell bei anderen Menschen, das mir selbst fehlt? Benutze ich Menschen am Ende nur, um mich geliebt/behütet/versorgt/unterhalten zu fühlen? Welche Eigenschaften braucht ein Partner in meinem Leben dann, wenn ich lernen kann, glücklich, in mir ruhend und „genug“ zu sein? Das Licht am Ende einer menschlichen Beziehung heißt Selbsterkenntnis, gefolgt von mehr Selbst-Liebe. Ohne sie kommt der nächste Looping garantiert sofort, nur mit einem anderen Partner.
Schwierig sind Traumata und Trauerprozesse. Auch hier fehlt das Licht, das aus der Dunkelheit führt. Selbstliebe ist ein Schlüssel, der sich gut in den Wirren unseres Lebens verbirgt. Akzeptanz, dass Menschen nicht für immer bei uns bleiben, ein weiterer. Dennoch dauert es sehr lange, los zu lassen.
Den Weg aus einer Krise zu finden gelingt nicht beim ersten Anlauf. Es passiert schnell und ohne dein Verschulden und schon purzelst du wieder zurück. Ein Jahrestag. Ein Geburtstag, den man nicht mehr miteinander feiern kann. Eine Neuigkeit, die bestätigt was du längst wusstest und trotzdem ein erneuter Schlag in die Magengrube ist. Ein Lied, das auf einer Beerdigung gespielt wurde. Die Gefühle, mit denen du die letzten Monate verbracht hast, prallen erneut auf dich ein: Vermissen, Schmerz, Enttäuschung.
Aber: Sie sind weniger heftig als vorher. Wie bei einem Ball, der nach dem zweiten, dritten, vierten Aufprall nicht mehr ganz so hoch springt. Irgendwann wird das Ziel erreicht sein und dann kannst du zurückblicken und erkennen: Du bist jetzt um eine Erfahrung reicher. Stärker. Du kannst alles bewältigen. Du weißt, wer wahre Freunde sind.
Die Tränen versiegen schneller von Mal zu Mal.
Ich verspreche es mir.

Es wäre heut‘ nicht wie es ist,
wär‘ es damals nicht gewesen wie es war
Der Sinn des Lebens ist leben.

(Caspar, „Das Grizzly Lied“)

Liebe Angst

Liebe Panik vorm Alleinsein,
Du gehst mir auf die Nerven.
Immer schleichst Du Dich an, wenn ich es nicht erwarte. Lauerst hinter der Wohnungstür, wenn ich nach einem langen Tag nach Hause komme und mich auf etwas Ruhe freue. Dann setzt Du alles daran, mir den Abend zu verderben und in mir Panik zu schüren, damit ich schlecht einschlafen kann.
Wie heute. Ich hatte ein fantastisches Wochenende. Ich habe neue Dinge gelernt, „Ja“ gesagt zu Einladungen, die ich sonst ausgeschlagen hätte und das Schönste: Ich habe zum ersten Mal in vielen Wochen – ja vielleicht seit Monaten – wieder von Herzen gelacht. Dank meiner wunderbaren Freunde.
Und nun stehst Du wieder vor mir und willst Aufmerksamkeit. Am Sonntagabend. Erzählst mir, wie viel schöner es wäre, jetzt Jemanden zum ankuscheln zu haben. Zwingst mich dazu, zurückzuschauen auf das was ich verloren habe und wieder Traurigkeit zu fühlen: Da war mal Jemand. Da war mal eine Liebe. Da gab es mal eine Hochzeit am Strand, Träume vom großen Glück…

Liebe Angst,
ich höre Dir nicht mehr zu!
Wenn ich eines in den letzten Wochen gelernt habe dann ist es, Stille auszuhalten und die Einsamkeit Tag für Tag aufs Neue zu akzeptieren. Ich habe mir genügend Raum und Zeit gelassen, alle Emotionen durchzuleben: Ich war fassungslos, verzweifelt, lebensmüde, traurig, enttäuscht und schließlich wütend.
Und jetzt? Jetzt kehrt langsam Ruhe in mir ein. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern, wie sehr ich auch damit hadere. Wenn ich versuchte, weiter gegen den Strom zu schwimmen, würden meine Kräfte schwinden. Vergeudet. So sinnlos wie der Versuch, begreifen zu wollen was passiert ist. Wenn ich grüble und leide und über „Aber er hat mich doch mal geliebt“ sinniere – das Vergangene mache ich nicht ungeschehen. Also lasse ich los und akzeptiere. Jemand hat vor kurzem behauptet, wenn dieser Jemand aus meinem früheren Leben mit den Fingern schnipste, würde ich sofort wieder angelaufen kommen. Früher hätte mich das sehr beschäftigt, dass jemand so von mir denkt.
Jetzt atme ich durch, akzeptiere es, lächle nachsichtig. Der Mensch, den er gekannt hat, wäre vielleicht zurück gegangen.
Ich bin aber nicht mehr diese Person.
Heute zählt. Die, ich heute bin, hat keinen Platz mehr für Dich.

Liebe Einsamkeit,
ich weiß Du tust mir nichts.
Du bist immer schon da gewesen. So wie Du mich begleitest mein ganzes Leben lang, bist Du auch im Leben aller anderen Menschen präsent. Du verschaffst uns Pausen. Zum Wachsen. Zum ruhig werden. Zum Aushalten. Mit sich selbst ins Reine zu kommen. Wir alle brauchen Dich, damit wir verstehen: Jeder Mensch lebt sein eigenes Leben und jeder andere Mensch ist nur eine ganz bestimmte Zeit lang ein Wegbegleiter – mal kürzer, manchmal auch für länger.
Du schenkst die Erkenntnis, dass die Zeit mit unseren Wegbegleitern begrenzt und daher wertvoll ist.
Ich bin gerne für eine Weile bei Dir. Die Zeit mit Dir ist wie in einem hohen Turm. Man ist alleine und ohne Ablenkungen. Vom Turm aus sieht man deutlicher wo der Weg langgeht und welche Menschen dort bereit stehen, ein Stück mit zu gehen.

All jene Menschen sind auf ihre Art wundervoll, jeder hat seine Begabungen und Bestimmungen im Leben. Viele von ihnen haben wie ich keinen Partner an ihrer Seite und gerade diese Personen haben mir in der letzten Zeit sehr geholfen – weil sie glücklich sind und ihre Zeit mit mir teilen. Ich sehe, ich werde eine gute Zeit haben, kann lachen und zufrieden sein und ein erfülltes Leben haben. Es liegt alleine in meiner Hand.

Selbst wenn ich alleine bliebe…
…hätte ich umso mehr Zeit, all die Bücher auf meiner Liste zu lesen. All die Dinge zu lernen, die mich schon immer interessiert haben. Wenn ich eines Tages nicht mehr werde lesen können, weil meine schlechten Augen ganz kaputt gehen…dann werde ich mit dem Computer lesen und mit einem Blindenhund arbeiten lernen.
Wenn ich alleine bleibe habe ich meine Freunde. Was, wenn ich niemals Kinder habe? Freunde haben Kinder. Ich kann Tante sein, mit ihnen tolle Sachen unternehmen, Freude haben und super Tage verbringen – und am Abend die Füße hochlegen und eine Flasche Rotwein öffnen. Ich habe keinen Grund, Angst zu haben. Ich bin nicht alleine. Ich habe meine kleine Familie, die mir in diesen Tagen zeigt, dass Blut und Freundschaften dicker sind als Wasser. Trotz aller Differenzen stehen wir zusammen, wenn einer von uns es braucht.

Liebe Panik, Angst und Einsamkeit: Ich weiß, Ihr werdet mich immer wieder besuchen und eine Weile ist es für mich in Ordnung. Ihr habt mir wichtige Dinge mitzuteilen, die mich davon abhalten werden, Dummheiten zu wiederholen. Aber dann ist es auch gut. Ich brauche Euch nicht.
Ich lebe im Jetzt. Mit beiden Beinen. Meinem Lachen. Meinem Mut. Und dem festen Willen diese eine, meine Reise, zu genießen.

I’ve heard it said
that people come into our lives
for a reason
bringing something we must learn
and we are led
to those who help us most to grow
if we let them
and we help them in return
Well, I don’t know if I believe that’s true
but I know I’m who I am today
because I knew you

Like a comet pulled from orbit
as it passes a sun
like a stream that meets a boulder
halfway through the wood

Who can say if I’ve been changed for the better?
But because I knew you
I have been changed for good

(from „Wicked“)

Urlaubsfeeling

Das schönste im ganzen Jahr, das sind die Ferien…
„Können wir nicht einfach hier bleiben?“ „Ach, wenn doch immer Urlaub wäre!“
Was genau macht den Unterschied?
Was ist es, das mich nach einem Tag Nordsee so durchatmen lässt, so frei macht, so fröhlich und offen für neue Ideen? Selbst meinem angehenden Göttergatten sind hier die depressiven Verstimmungen weg geschmolzen wie das Eis, das wir in der Sonne essen. Er döst am Strand, ist zuvorkommend und redselig wie selten. Die Distanz zum Alltag schärft den Blick für das Wichtige. Schön, wenn das immer so bliebe. Doch ist das nicht eine Illusion? Was genau ist denn so anders am Urlaub?
Klar, man ist woanders. Irgendwo, wo es schön ist, in unserem Fall in St. Peter-Ording: 70er Jahre-Kurbadcharme mit einem abgeranzten Minigolfplatz und einem künstlich bepflanzkübelten Ortskern, in dem sich Boutiquen, Apartmentbauten und Strand-Tand-Buden reihen. Egal. Auch egal ist es uns, dass es zu Pfingsten eng wird am kilometerlangen Sandstrand. Das Geräusche-Potpourri von Kindern, die Sandburgen verteidigen oder Eis fordern. Das Ping-Pong der hölzernen Beachballschläger, das Surren der Lenkdrachen im Wind. Es ist perfekt. Es gehört genau so dazu wie der Sand zwischen den Zähnen. Es ist ein Herzensort, den mir nicht einmal meine Mitmenschen verderben können.
St. Peter ist entspannt. Hier latscht man mit Sturmfrisur und schmutzigen Schlappen ins teure Fischlokal. Hier duldet man die Surfer, die mit den Wohnmobilen direkt am Strand illegal campen und beneidet sie um den Grillplatz mit der allerbesten Sicht auf den Sonnenuntergang. Das Leben hier ist entschleunigt, einfach, gut. Jeder Radfahrer grüßt mit einem freundlichen „Moin“. Unsere ständigen Wegbegleiter, die Handys, liegen beleidigt im Safe der Pension. Brauchen wir nicht zum Glücklichsein: Wir liegen mit Salz und Sand paniert im Sand und brauchen nichts.
Was sonst ist es, das den Unterschied zum sonstigen Leben ausmacht? Nicht arbeiten müssen? Ich hätte kein Problem, hier ein paar Stunden am Tag zu arbeiten. Ausschlafen? Wir stehen hier früher auf als sonst, weil wir den Tag ganz auskosten wollen. Wir genießen mehr: Essen, worauf wir Lust haben, vertrödeln stundenlang Zeit damit, eine Möwe zu beobachten und Sonnenuntergänge. Radeln durch den Ort, rufen „Moin“ und kennen weder ein festes Ziel noch einen Terminkalender. Wir denken viel darüber nach, wie sich das Wohlgefühl mitnehmen lässt. Weniger arbeiten, mehr vom Leben haben. Doch ahnen wir bereits, dass das gute Gefühl sich verflüchtigen wird, zusammen mit der dritten Haarwäsche, die dir den letzten Rest Sand aus den Ohren schwemmt. Können wir nicht einfach hier leben? Thomas vom Fahrradladen ist doch auch so ein Aussteiger. Oder im Buchladen jobben. Wir erleben doch, wie wenig einem zum Glück genügen kann.
Das schönste im Leben ist die Freiheit…


(Lyrics: Roy Black & Anita – „Schön ist es auf der Welt zu sein„)

sinnfrei

Tage wie heute sind der Grund, warum ich mich manchmal wie eine Aussätzige fühle – ausgesetzt in meinem eigenen Leben. Es ist ein Wochenende im Sommer, ich verbringe Zeit mit lieben Freunden und meinem Verlobten, rumliegen und grillen im Park, während anderswo in Deutschland gerade Menschen durch Hochwasser-Fluten waten und zuschauen müssen wie alles, wie ihre ganze Existenz und alles, was ihnen lieb und teuer war, in den Fluten versinkt.

Ich habe es so gut in diesem, meinem Leben und kann trotzdem beim besten Willen manchmal nichts damit anfangen. Ich schäme mich dafür, mitten im Glück immer wieder diese trüben, völlig selbstsüchtige Gedanken zu haben. Worauf hast Du denn jetzt Bock, Verena?, fragen meine Freunde. Ich? Mich hier auf den Bootssteg setzen und den ganzen Tag einfach nur zuschauen, wie ihr anderen so lebt!

Ich kann es nicht ändern, so gerne ich es würde. Meine Glücklichkeitsskala ist irgendwo oben einfach abgebrochen. Knicks. Sie reicht nun nur noch von „ganz ok“ bis etliche Meter unter dem absoluten Gefühls-Gefrierpunkt.

Nein, liebe Frau Therapeutin, ich bin nicht mehr gefährdet, vor eine Bahn zu laufen. Hatte ich im Übrigen auch nie vor – mal unter uns gesagt – ich brauchte einfach wen zum quatschen und außerdem fand ich Ihre Espresso-Bohnen in Schokolade so lecker und unsere Gespräche über Bücher – die haben mich mit einem Gefühl von Heimeligkeit erfüllt. Schön war das.

So schöne Momente sind selten geworden. Ich habe dazu gelernt, mich besser angepasst und gelernt, die Menschen aus meinem Leben zu verbannen, die mir nicht gut tun und diejenigen, die mir gut tun werden, mit meiner „nach außen“-Persönlichkeit anzuziehen. Ich habe wahnsinnig tolle Menschen um mich herum. Die mich lieben, auch wenn ich ganz schön scheiße bin manchmal. Menschen die wissen, dass man mich nicht beim Essen beobachten darf oder auslachen, weil ich dann schlechte Laune bekomme. Menschen, die ich von Herzen liebe, weil sie so großartige Persönlichkeiten und Lebensziele haben, und für die ich alles tun würde. Nur eins können all diese Menschen nicht – weil das nur einer könnte – nämlich ich: Mich endlich mal wieder begeistern, dem Leben, das ich da habe, einen Sinn verleihen.

Schöne Zeit ist deswegen ganz selten geworden. Ganz spontan auf ein Bierchen rausgehen und dann die ganze Nacht durchtanzen oder ein tolles Gespräch führen. Von der Seele reden, reden, so lange, bis die Stimme heiser wird und die Augen ganz rot sind. Nachts, wenn alles schläft, erwachen meine Lebensgeister manchmal und wollen tanzen! Das sind die Momente, in denen ich das Leben spüre.

Ich weiß ganz genau, dass ich eines Tages, wenn ich krank werde oder wenn ich eine gebrechliche Omma bin, zurückschaue und bereue. Mich sehnen werde nach der Zeit, als ich noch alle Möglichkeiten hatte, diese tolle Welt zu entdecken und das Leben voll und ganz auszukosten. Wie tut man das? Wie geht auskosten? Wie genießen?

Wie wird man seines Lebens froh? Wie findet man das, was dem Leben Sinn gibt?

Irgendwann hast Du alles, wonach dein irdisches, sich leicht blenden lassendes Ich sich sehnen könnte: Ein schickes Auto, alle Traum-Urlaubsziele angeflogen, ein weißes, stuckverziertes Häuschen in einer sauberen, sicheren Umgebung – mit Rhododendron im Vorgarten oder einfach am Meer. Und dann? Dann, liebe Verena, sitzt du in deinem Häuschen am Meer und wirst wahrscheinlich noch immer nicht glücklich sein.

Ich weiß, dass mir der ganze materielle Scheiß nichts bedeutet. Ich weiß, dass Klamotten kaufen, beruflich Erfolg haben und mit guten Lebensmitteln kochen nur ein Trost ist, der darüber hinweg täuscht, was eigentlich mein Problem ist: Es ist leichter, den Magen zu füllen, den Lebenslauf mit guten Referenzen oder den Kleiderschrank mit noch mehr Schuhen, als mein Leben mit mehr Sinn.

Also schreibe ich meinen „runterzieh-Blog“, mache ich Fotos und versuche, durch den Sucher die Welt und ihre Geschichten mit mehr Liebe zu betrachten, was mir manchmal gelingt. Ich lese, weil ich Trost finde in dem Sinn, den andere gefunden und den sie festgehalten haben zwischen zwei Buchdeckeln. Ansonsten fehlt mir einfach der Kompass, den Sinn zu finden in meinem Leben und der Antrieb, diesen zu suchen.