Wenn. Vielleicht.

Vielleicht wäre heute alles anders, hätte es das Damals nicht gegeben. Wenn es damals anders geendet hätte, vielleicht wäre dann heute anders, als es ist. Wenn vielleicht andere Entscheidungen gefallen wären, hätten alle darauf folgenden in ganz andere Richtungen geführt. Vielleicht hätte damals gar kein Ende gefunden. Wenn ich nie weg gezogen wäre, vielleicht hätte ich dann nicht ständig dieses Heimweh. Wenn ich nie woanders eine Heimat gefunden hätte, vielleicht wäre ich dann heute nicht der Mensch der ich bin. Der über die vielen Wenns und Vielleichts nachdenkt und sich fragt, wer hier eigentlich die Karten legt und darüber befindet, welche Wege sich trennen und welche wieder zusammenlaufen sollen. Wenn der Kartenleger ein Drehbuchautor einer amerikanischen Fernsehserie wäre, vielleicht wäre es dann ganz einfach. Da entscheiden sich immer alle. Ein Vielleicht lässt vieles offen – vor allem Türen – entscheidet sich aber niemals für einen Weg. Gedanken machen darüber, doch nie laufen. Oder fliegen. Wie lange kann man auf einem Fleck verharren und zurück blicken, bis der Kartenleger sich entscheidet, Dir einen Stoß zu verpassen? Wenn ich zu lange warte, vielleicht schließen sich ja Türen endlich von alleine und nehmen mir die Wahl.

Wenn damals nicht gewesen wäre, wäre mein Herz leerer…

Vielleicht aber auch leichter.

Wie viele Tränen passen in einen Kanal?

Leben wir noch mal? Warum wacht man auf?

Was heilt die Zeit?

Ich bin Dein Siebter Sinn,

Dein doppelter Boden, Dein zweites Gesicht.